Horrorwaty - DER TRAILER

Wimbledon: So laut stöhnen die Tennis-Damen

Montag, 22. Juni2009 | Von Christoph Holowaty | Rubrik: Backstage

Wir erinnern uns an ein legendäres Tennis-Match: Im Jahr 1992 stand Steffi Graf im Finale von Wimbledon und traf auf die damals bereits in der etablierten Tenniswelt gefürchtete Monica Seles. Doch nicht nur Aufschlag und Return schockte die Filzball-Szene. Mit gutturalem Gestöhne nervte die Tennis-Spielerin so lange, bis sie von der Schiedsrichterin ermahnt wurde, die Geräusche abzustellen. Daraufhin verlor Selec.

Doch heutzutage scheint auch beim beim Grand-Slam-Turnier von Wimbledon Gestöhne, Gegrunze und Gequieke zum guten Ton dazu zugehören, während Zuschauer auf der Tribüne kaum mit der Chipstüte rascheln dürfen.

Dies ruft Wimbledon-Sieger Michael Stich auf den Plan, der als Kommentator des britischen BBC-Radiosenders BBC Radio 5 Live das diesjährige Turnier begleitet und Lästerliches über die stöhnenden Spielerinnen verlauten ließ.

“Man sollte das den Frauen mal vorspielen“, sagt Michael Stich gegenüber der Daily Mail. “Es ist einfach nur ekelhaft, hässlich und unsexy.”

Wimbledons Stöhn-O-Meter: Die lautesten Tennis-Spielerinnen der Welt (KLICK für großes Bild). Datenquellen: Timesonline.co.uk/Mailonline.co.uk; Foto: Fotolia.com; Aufbereitung: Horrorwaty.de

Wimbledons Stöhn-O-Meter: Die lautesten Tennis-Spielerinnen der Welt (KLICK für großes Bild). Datenquellen: Timesonline.co.uk/Mailonline.co.uk; Foto: Fotolia.com; Aufbereitung: Horrorwaty.de

Rekordhalterin ist derzeit die quirlige Portugiesin Michelle Larcher de Brito (dringende Empfehlung: Video weiter unten auf dieser Seite anschauen!). Die 16jährige stimmt einen sirenenartigen Schrei beim Schlag an, und erreicht bis zu 109 Dezibel. Das liegt deutlich über dem Geräusch einer Kettensäge und knapp unter dem wütenden Gebrüll eines Löwen. “Ich glaube nicht, dass es fair wäre, wenn man nicht quietschen, schreien oder stöhnen dürfte”, sagt Larcher de Brito gegenüber Times Online. “Ich bin immer noch 16 und ich lerne immer noch. Vielleicht bekomme ich es irgendwann unter Kontrolle. Ich weiß es nicht, aber ich versuche es. Seles macht es, Sharapova macht es. Es kommt von großen Spielern. Larcher de Britos Trainer Nick Bolletieri scheint das Gestöhne zwar etwas peinlich zu berühren, sieht dies aber nicht als Stör-Maßnahme gegen den Gegner an.

“Meine Angestellten und ich haben niemals Stöhnen gelehrt”, sagt Bolletieri. “Wir haben immer die richtige Technik gelehrt, ein- und auszuatmen. Spieler stöhnen, weil es dabei hilft, Energie rauszulassen und konzentriert zu bleiben. Das ist ganz natürlich. Es ist nichts, was gezielt gemacht wird, um den Gegner zu schädigen.”

Doch auch der Rest der Tennisdamen auf den Courts von Wimbledon hat es faustdick hinter den Stimmbändern. Serena Williams bringt es immerhin auf einen Geräuschpegel von knapp 90 Dezibel (siehe Stöhn-O-Meter). “Ich war niemals die lauteste Stöhnerin”, sagt die zweifache Wimbledon-Gewinnerin. “Ich spiele einfach mein Spiel und manchmal stöhne ich, manchmal nicht.“

Ob die Turnierleitung von Wimbledon dieses Mal eingreift, ist bis dato ungewiss. “Wir werden die Situation beobachten”, sagte ein Sprecher gegenüber Reuters. “Wir beschäftigen uns zusammen mit der International Tennis Federation und anderen Grand Slam Turnieren mit der Angelegenheit.“

Also: Bis auf weiteres darf gestöhnt werden…

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