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Susan Sideropoulos: „Ich hatte sehr, sehr viele Affären“

Donnerstag, 26. Februar2009 | Von Christoph Holowaty | Rubrik: Backstage

Susan Sideropoulos gehört seit Jahren zu den beliebtesten Schauspielern der Serie Gute Zeiten Schlechte Zeiten. Aber sie kann noch mehr: Bei der Tanz-Show Let´s Dance wirbelte sie sich und ihren Tanzpartner Christian Polanc zum Sieg, in der Comedy-Serie Wunderbar schlüpfte sie in diverse Rollen von der sexy Krankenschwester bis zur Szene-Friseuse. Für ein Foto-Shooting im Männermagazin Maxim schlüpfte sie dagegen in…äh…fast nichts. Im Interview mit Horrorwaty.de sprach Susan Sideropopulos nicht nur über ihre Rolle bei GZSZ, sondern auch die zunehmende Grausamkeit in der Medienwelt…

Horrorwaty.de: Sie drehen nun schon seit Jahren GZSZ. Gibt es eigentlich noch irgendetwas, was Sie im Drehbuch überraschen könnte?

Susan Sideropoulos: In der Serie gab es schon alles, ich glaube, da gab es nichts, was es nicht gab. Aber meiner Rolle ist auch schon viel widerfahren. Ich habe mal fast geheiratet, ich habe schon diverse Berufe ausgeübt. Ich bin Redakteurin, war aber vorher in einer Werbeagentur, davor in der Boutiquen-Branche, jetzt bin ich marketingmäßig unterwegs und das sind alles witzige Berufe. Ich war noch nicht in der Schule, da war ich ja schon altersmäßig drüber, als ich angefangen hatte. Und: Ich hatte sehr, sehr viele Affären.

Horrorwaty.de: Was ist eigentlich für Sie spannender: Die Verena Koch in GZSZ zu spielen oder Sketche in der Comedy-Serie Wunderbar?

Susan Sideropoulos: Leider wurde Wunderbar ja nicht fortgesetzt, aber es ist beides spannend. Der Unterschied ist bei GZSZ, dass man immer eine Rolle durchspielt. Das hat durchaus seine eigene Schwierigkeit, weil man darauf achten muss, dass es auch wirklich einen roten Faden hat und in sich stimmig ist. Bei Wunderbar spielt man jeden Sketch einzeln und man kann natürlich bei jedem richtig auf die Kacke hauen und alles raus lassen. Das macht mir total viel Spaß. Bei GZSZ wird man ja schon ausgebremst, dann sagen die „Oh, das ist lustig, aber wir sind ja keine Comedy, schalt doch ein Gang runter.“ Bei Verena bietet sich da ja auch viel an, da kann man da viel Blödsinn machen. Obwohl ich da leider ausgebremst werde, mach ich trotzdem soviel es geht. Comedy macht mir total Spaß, weil es so grenzenlos ist. Ich liebe Verkleiden; hässliche Rollen spielen finde ich zum Beispiel super.

Deutschland singt Online: Beim neuen Karaoke-Spiel ist Susan Sideropoulos in der Jury. <small>Foto: C. Holowaty</small>

Deutschland singt Online: Beim neuen Karaoke-Spiel ist Susan Sideropoulos in der Jury. Foto: C. Holowaty

Horrorwaty.de: Verena Koch ist ja Mitte 20 in der Serie. Wo sehen Sie Ihre Rolle in 20 Jahren? Droht uns etwa eine Zicke mitten in einer handfesten Midlife Crisis?

Susan Sideropoulos: Anscheinend. (lacht) Verena ist schon immer Mitte 20, seit ich da bin. Das ist auch schön. Ich bin ja kein Mensch, der so lange in die Zukunft plant. Ich lasse eher die Dinge auf mich zukommen und mache alles, solange es mir Spaß macht. Und solange ich viele lustige Sachen nebenbei machen kann, bleibe ich auch bei GZSZ, warum nicht. Ich bin ohnehin ein Workaholic. Nur zwei Engagements im Jahr würden mich verrückt machen. Da mache ich lieber was Grundlegendes und noch dazu zwei Engagements im Jahr. Und vielleicht bin ich in 20 Jahren noch dabei. Es wäre lustig, Verena in 20 Jahren zu sehen.

Horrorwaty.de: Die ein, zwei Zusatz-Engagements schlugen sich ja zum Beispiel in dem enorm erfolgreichen Let´s Dance wieder. Das war hübsch anzusehen, aber ziemlich anstrengend, oder?

Susan Sideropoulos: Let´s Dance war überhaupt das Allertollste, was ich je gemacht habe, die schönste Erfahrung bisher. Das war natürlich super anstrengend, man geht derart an seine Grenzen, man kann das gar nicht in Worte fassen. Es war so aufregend und so toll und so schlimm, alles zusammen. Das bereue ich nicht einen Tag, das würde ich sofort wieder machen. Da ging es halt um was, es hatte Anspruch, und machte Sinn. Ganz im Gegensatz zum Dschungelcamp, das würde ich nie machen.

Horrorwaty.de: Aber das Dschungelcamp hat ja einigen Leuten durchaus karrieremäßig geholfen…

Susan Sideropoulos: Ja, aber ich glaube, das hilft nur speziellen Leuten. Anderen würde es dann doch auch schaden.

Horrorwaty.de: Ist Let´s Dance für Sie der Beweis, dass auch intelligentere Unterhaltung im Fernsehen überleben kann?

Susan Sideropoulos: Let´s Dance hatte natürlich eine super Quote, aber diesen Voyeurismus wird es immer geben. Die Quote spricht ja für sich beim Dschungelcamp. Jeder guckt es, egal ob man es mag oder nicht. Und wenn man sich darüber aufregt, schaut man es ja auch, das hat einen ganz eigenen Zauber.

Bei der Promotion für Deutschland singt Online standen die Fans für ein Foto mit Susan Sideropoulos Schlange. <small>Foto: C. Holowaty</small>

Bei der Promotion für Deutschland singt Online standen die Fans für ein Foto mit Susan Sideropoulos Schlange. Foto: C. Holowaty

Horrorwaty.de: Bei Let´s Dance haben wir ja nur eine Liebesgeschichte zwischen Ihnen und Ihrem Tanzpartner Christian Polanc vermisst. Bei Wayne Carpendale gingen sofort die Gerüchte mit Isabel Edvardsson um. Warum hat man das bei Ihnen nicht probiert?

Susan Sideropoulos: Die wollten uns ja auch diverse Geschichten anhängen und haben nachgefragt. Das kam aber schon eher von außen. Da wurde also schon versucht, uns was anzudichten, aber das gelingt denen nicht. Das wäre auch ein bisschen komisch: Mein Mann saß bei jeder Show im Publikum. Das ist bei uns ein bisschen unglaubwürdig. Wir sind einfach schon zu lange zusammen und zu glücklich, als dass man uns sowas anhängt.

Horrorwaty.de: Nun sind Sie in der glücklichen Lage, mit Let´s Dance Teil einer extrem erfolgreichen Show gewesen zu sein. Andere Sendungen werden dagegen sehr schnell abgesetzt; und dann wird der Hauptdarsteller wie etwa Jeanette Biedermann in Anna und die Liebe häufig in der Presse auch noch als der Schuldige dargestellt. Beurteilen Sie Rollenangebote auch nach dem Risiko, ob die Sendung ein Flop wird?

Am 28. Februar moderiert Susan Sideropoulos eine Promotion für Deutschland singt Online im Saturn in Dresden. <small>Foto: C. Holowaty</small>

Am 28. Februar moderiert Susan Sideropoulos eine Promotion für Deutschland singt Online im Saturn in Dresden. Foto: C. Holowaty

Susan Sideropoulos: Die Welt ist schon sehr grausam da draußen. Wenn man als Schauspieler für einen TV-Flop alleine verantwortlich gemacht wird, dann ist das sehr traurig. Wir sehen das natürlich nicht so, weil wir wissen, was dahinter steckt. Ich glaube aber, die Erfahrung, bei so etwas dabei zu sein ist trotzdem toll und ich glaube auch nicht, dass das jetzt Jeanette wirklich schadet. Es wird auch inzwischen viel abgesetzt, das ist super traurig. Deswegen bin  ich auch froh, in der erfolgreichsten Serie mitzuspielen, die einfach kein Ende findet.

Horrorwaty.de: Vielen Dank für das Gespräch!

Links:

Maxim Online: Die besten Fotos von Susan Sideropoulos

Susan Sideropoulos in der Jury bei Deutschland singt online – Offizielle Homepage

Offizielle Homepage von Gute Zeiten Schlechte Zeiten

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2 Kommentare
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  1. Ich muss mir das jetzt erstmal durchlesen alles aber DANKE!!!!

  2. Tolles Interview, ich mag sie! Gerade auch weil ich immer GZSZ schaue und sie dadurch ja auch fast jeden Tag im TV sehe

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