Horrorwaty - DER TRAILER

Stars: Kleiner als man glaubt

Mittwoch, 14. Januar2009 | Von Christoph Holowaty | Rubrik: Backstage

Man soll´s nicht glauben, aber es stimmt. Viele Stars wirken in natura wesentlich kleiner und zierlicher als im Fernsehen. Warum Fernsehen dick macht? Horrorwaty.de kennt das Geheimnis, ist selbst im wirklichen Leben nicht ganz schlank und hält sich daher von TV-Kameras fern…

Gehören Sie zu den Autogrammjägern, die die Publikumsbereiche der roten Teppiche belagern? Dann wissen Sie´s schon: Viele Stars wirken viel kleiner und zierlicher als auf dem Bildschirm. In Ordnung, Ottfried Fischer und auch Ralf Möller zählen wir jetzt mal zu Ausnahmeerscheinungen. Tatsächlich ist es aber so, dass Stars auf dem Bildschirm optisch etwa zwei Kleidergrößen bzw. acht Kilo zulegen. Normalgewichtig erscheinende Stars erweisen sich in natura oft als spindeldürr.

Das liegt daran, dass bei TV-Kameras meistens Weitwinkelobjektive verwendet werden. Diese Weitwinkelobjektive verzerren das Bild bzw. blähen es auf, so dass ein größerer Blickwinkel eingefangen wird als das menschliche Auge wahrnimmt. Die Kameraleute verwenden Weitwinkelobjektive aus zwei Gründen. In Reportage-Situationen auf dem Roten Teppich ist meist zu wenig Platz, so dass Kameraleute sehr nah an die jeweiligen Gesprächspartner herantreten müssen. Um den Gesprächspartner komplett abbilden zu können, benötigen sie also ein Weitwinkelobjektiv, das einen größeren Bildausschnitt liefert.

Es ist außerdem üblich, dass auch bei Studioaufnahmen mit Weitwinkelobjektiven getrickst wird. Weitwinkel sorgen dafür, dass kleine Studios wesentlich größer wirken. Da so das ganze Bild optisch verzerrt wird, greifen die Bühnenbauer zu grotesk wirkenden Tricks.

Bei einem Besuch am Set der TV-Serie „Friends“ in den Warner Bros. Studios stellte ich erwartungsgemäß fest, dass das Central Perk Cafe wesentlich kleiner war als es im TV wirkt. Tatsächlich entpuppte sich die recht geräumig wirkende Stammkneipe der „Friends“ eher als Nische mit ganz speziellem Mobiliar. Während die Möbelstücke im Vordergrund Originalgröße hatten, wurden Tische und Stühle in den hinteren Reihen immer kleiner, damit ein zusätzlicher perspektivischer Eindruck entsteht. Das hatte natürlich auch Auswirkungen darauf, wie sich die Schauspieler am Set verhalten. Am Boden sind für die Kamera unsichtbar spezielle Markierungen angebracht, die dem Schauspieler zeigen, wie er sich zu bewegen hat. Wenn ein Schauspieler nun nach hinten geht, muss er kleinere Schritte machen, die diese Markierungen anzeigen.

Das alles ist der Grund dafür, warum ich in Fußgängerzonen einen großen Bogen um TV-Teams mache und mich notfalls als nicht vernehmungsfähig darstelle, sollte mich jemand trotzdem abfangen. Überlegen Sie es sich also gut, ob sie wirklich in eine Kamera winken und „Mutti, ich bin im Fernsehen“ jauchzen wollen… :)

Interessanter Artikel? Weitersagen: Diese Icons verlinken auf Bookmark Dienste bei denen Nutzer neue Inhalte finden und mit anderen teilen können.
  • del.icio.us
  • Facebook
  • Google Bookmarks
  • Infopirat
  • Linkarchiv
  • Live-MSN
  • MisterWong
  • Tausendreporter
  • Technorati
  • Webbrille
  • Webnews
  • Wikio DE
  • Y!GG
  • YahooBuzz
  • YahooMyWeb
  • Alltagz
  • Linkarena

>> [Zurück zur Hauptseite!] <<

Tags: ,

Schreiben Sie Ihre Meinung!