Horrorwaty - DER TRAILER

Alzheimer im Showgeschäft oder auch: „Häh?“

Dienstag, 13. Januar2009 | Von Christoph Holowaty | Rubrik: Backstage
Gala Premiere Of

Wer oft mit Stars spricht, ist überrascht, wie vergesslich Menschen sind, die in der Öffentlichkeit stehen. Alzheimer? Showgeschäfts-Demenz? Strahlt da etwa was aus den TV-Kameras ab, das die Stars verwirrt? Mitnichten. Horrorwaty.de konnte sich die Gründe für die grassierende Vergesslichkeit unter den Stars zwar selbst nicht merken, hat sie aber wenigstens aufgeschrieben.

Für Außenstehende wirkt das Schlüsselerlebnis von Annemarie Warnkross seltsam: Zu ihren größten Erfolgen zählt die Moderatorin, dass sie auf der Aftershow-Party bei den Golden Globes von Interviewpartner Forest Whitaker wiedererkannt wurde. Der Laie mag höhnen, doch der Fachmann nickt anerkennend: Durch die Vielzahl an kurzen Begegnungen und ständig gleichen Fragen auf dem roten Teppich ist die Gedächtnisleistung der Stars aufs Äußerste strapaziert, so dass die Bejubelten meist nach wenigen Minuten nicht mehr wissen, mit wem sie gerade gesprochen haben.

Lassen Sie uns die munter grassierende Vergesslichkeit unter den Stars mit einer dazu passenden Anekdote von der Premiere des Action-Streifens Stirb langsam 4.0 in Berlin illustrieren. Neben mir am roten Teppich hatten sich zwei amerikanische TV-Redakteurinnen postiert, die atemberaubend aufgetakelt waren und eigentlich eher selbst auf den Laufsteg gepasst hätten. Ärgerlich nur, dass die beiden ein Exklusiv-Interview mit Bruce Willis´ Co-Star Justin Long hatten. Sprich, keiner durfte Justin Long ansprechen, außer eben diese beiden Reporterinnen. Schließlich wurde Justin Long mit großem Tam-Tam zum TV-Team geführt und ich wurde Zeuge dieser vielleicht exklusiven, aber trotzdem erschreckend belanglosen Fragen.

Doch das Interview wurde jäh gestört. Hinter Justin Long krakeelte ein weiblicher Fan und wollte einen Blumenstrauß übergeben. Justin entschuldigte sich kurz, nahm den Blumenstrauß und revanchierte sich bei dem Fan mit einem Autogramm. Diese kurze Ablenkung reichte schon, um den Filmstar völlig aus der Bahn zu werfen: Nach dem bestenfalls eine halbe Minute dauernden Intermezzo konnte Justin Long nicht einmal mehr einordnen, ob er mit Männlein oder Weiblein gesprochen hatte und setze das Exklusiv-Interview kurzerhand mit mir fort, als sei überhaupt nichts geschehen. Hinter mir schwenkte der Kameramann des TV-Teams hektisch, die Reporterinnen notierten mit verbissener Miene mit. Ich dagegen konnte schließlich doch noch einige sinnvolle Fragen stellen – dem Showgeschäfts-Alzheimer sei Dank…  :)

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